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Inhaltsstoffe 2017-03-02T15:49:56+00:00

Inhaltsstoffe

Stutenmilch ähnelt in ihrer Zusammensetzung der menschlichen Muttermilch. Sie enthält im Vergleich zu Kuhmilch nachweisbar weniger allergieauslösende Eiweiße. Zudem weist Stutenmilch aufgrund der antibakteriellen und entzündungshemmenden Bestandteile sowie wegen der Euterbeschaffenheit und der Melkhäufigkeit der Stuten deutlich weniger Keime als Kuhmilch auf. Das Molkeneiweiß der Stutenmilch hat einen hohen Anteil an sekretorischem Immunglubulin A, welches im Darm das Immunsystem unterstützen kann. Eine Analyse zur Zusammensetzung von Stutenmilch ergab folgende Werte:

Das Fett der Stutenmilch ist sehr leicht verdaulich und hat gegenüber Kuhmilch einen deutlich höheren Anteil an alpha-Linolensäure. Diese omega-3-Fettsäure wirkt unter anderem Entzündungen entgegen.
Der Anteil an Albuminen und Globulinen ist in Stutenmilch mit 55 % des gesamten Eiweißes deutlich höher als in Kuhmilch (25 %). Diese Eiweißkomponenten der Stutenmilch sind für ein funktionierendes Immunsystem besonders wichtig. Zudem besitzt Stutenmilch einen äußerst hohen Gehalt an Lysozymen, der etwa 260-mal so hoch ist wie in Kuhmilch. Die Enzymgruppe der Lysozyme wirkt antibakteriell und immunmodulierend.

Der Milchzucker (Laktose) von Stutenmilch wird langsamer verdaut als der von Kuhmilch und steht deshalb den Bifidusbakterien im Darm als Nährstoff länger zur Verfügung. Somit kann durch Stutenmilcheinnahme die Bifidusflora im Darm des Menschen gefördert werden. Bifidusbakterien sind eine spezielle Art von Milchsäurebakterien, die für das Immunsystem sehr wichtig sind.

Zudem enthält Stutenmilch eine Fülle von Spurenelementen sowie zahlreiche Vitamine und essentielle Mineralstoffe. Stutenmilch besitzt gegenüber der menschlichen Muttermilch deutlich mehr Calcium, Phosphor, Natrium und Magnesium. [Quelle: 2, 3, 6]

Stutenmilch ist besonders reich an Vitamin C. Sie enthält davon etwa 3-mal mehr als menschliche Muttermilch und circa 9-mal mehr als Kuhmilch.

Diese Vielzahl der Inhaltsstoffe und deren positive Wirkungen verleihen der Stutenmilch ihren ganz besonderen Status.

Quellen:

  1. Kielwein G (1994): Leitfaden der Milchkunde und der Milchhygiene. Pareys Studientexte Blackwell Wissenschaftsverlag Berlin
  2. Souci SW, Fachmann W, Kraut H (1989): Die Zusammensetzung der Lebensmittel Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft mbH; Stuttgart
  3. Bühlbäcker A (1996): Zur Verwendbarkeit von Stutenmilch, Kumyss und Eselmilch als Diätetika und Heilmittel unter besonderer Berücksichtigung der Bedürfnisse des Säuglings und des Frühgeborenen. Witten, Herdecke, Privatuniv., Diss.; Frankfurt (Main), Verl. Hänsel-Hohenhausen
  4. Cremin FM, Power P (1985) : Vitamins in bovine and human milks. In: Developments in Dairy Chemistry-3. Edited by P.F. Fox Elsevier Science Publishers LTD
  5. Fox PF (1992): Advanced Dairy Chemistry Vol. 1, Proteins. Elsevier Science Publishers LTD
  6. Bundeslebensmittelschlüssel (2005): Max Rubner-Institut, Bundesforschungsinstitut für Ernährung und Lebensmittel, Karlsruhe

Weitere Informationen zu den Inhaltsstoffen der Stutenmilch finden Sie in den Presseberichten auf der Seite des Bundesverbandes Deutscher Stutenmilcherzeuger: Presseberichte Stutenmilch

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